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Für uns Jugendliche und Kinderschutz

In Deutschland müssen seit dem Jahr 2000 alle Eltern ihre Kinder gewaltfrei erziehen.

Gewaltfreie Erziehung – was bedeutet das?

Gewaltfreie Erziehung heißt: Eltern und Erwachsene benutzen keine Gewalt, um Kinder oder Jugendliche zu erziehen. Gewalt kann viele Formen haben. Es gibt:

  1. Körperliche Gewalt: Zum Beispiel, wenn Eltern Kinder schlagen oder treten.
  2. Seelische Gewalt: Wenn Eltern Kinder ständig beschimpfen, beleidigen oder ihnen sagen, sie seien nichts wert.
  3. Sexuelle Gewalt: Wenn Erwachsene Kinder zu sexuellen Handlungen zwingen oder sie berühren, obwohl sie das nicht wollen.
  4. Vernachlässigung: Wenn Eltern sich nicht um die Kinder kümmern, zum Beispiel kein Essen geben oder sie alleine lassen.
  5. Miterleben von häuslicher Gewalt: Wenn Kinder sehen oder hören, wie Erwachsene in der Familie sich gegenseitig schlagen oder bedrohen.

All diese Formen von Gewalt sind schlecht für Kinder und Jugendliche. Sie können Angst machen, traurig machen oder sogar krank.

Warum ist es in der Pubertät manchmal schwer zwischen Eltern und Jugendlichen?

Konflikte in der Pubertät entstehen oft, weil Jugendliche selbstständiger werden wollen, während Eltern Regeln und Grenzen setzen. Diese unterschiedlichen Erwartungen führen zu Streit, zum Beispiel darüber wann man nach Hause kommen muss oder wie viel Zeit man mit Freunden verbringt, die Nutzung von Handy oder die Hausaufgaben. Wichtig ist, dass beide Seiten zuhören und versuchen, die Sicht des anderen zu verstehen. Lösungen können sein: klare Absprachen treffen, Kompromisse finden und respektvoll miteinander sprechen. So lassen sich Konflikte besser lösen und das Zusammenleben wird leichter.

Welche Pflichten haben Jugendliche?

Auch wenn Jugendliche mehr Freiheit wollen, haben sie Pflichten wie zum Beispiel:

Sie müssen regelmäßig zur Schule gehen, um etwas zu lernen.
Sie sollen im Haushalt helfen, zum Beispiel beim Aufräumen oder beim Abwaschen.
Diese Pflichten helfen, dass das Zusammenleben gut funktioniert.

Zusammenfassung:

Gewaltfreie Erziehung bedeutet, dass Eltern keine Gewalt anwenden. Sie kümmern sich gut um ihre Kinder und respektieren sie. Auch wenn es in der Pubertät manchmal schwierig ist, sollten Eltern und Jugendliche miteinander reden und sich gegenseitig respektieren. So können alle gut zusammenleben.

Hilfe bekommen – wenn es dir nicht gut geht

Manchmal fühlen sich Jugendliche schlecht oder haben Probleme. Dann ist es wichtig, sich Hilfe zu holen. Du kannst mit Erwachsenen sprechen, denen du vertraust. Das können deine Eltern oder Verwandte sein. Auch Lehrer und Lehrerinnen oder die Schulsozialarbeit in der Schule oder deine Freunde können dir zuhören. Wenn du möchtest, kannst du dich auch an das Jugendamt wenden. Dort gibt es Menschen, die dir helfen und dich unterstützen. Du bist nicht allein – es gibt immer jemanden, der dir helfen will.

Beratungsstelle - Hilfe und Unterstützung für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern
Beratungsstelle in SZ-Lebenstedt
Beratungsstelle - Hilfe und Unterstützung für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern
Beratungsstelle in SZ-Bad

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  • Stadt Salzgitter
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